|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
Pferde Krankheiten
|
|
|
|
Dummkoller
|
|
|
|
Begriff und Ursache: Außer den infektiös bedingten Gehirnkrankheiten ist beim Pferd der Dummkoller (Hirnhöhlenwassersucht) an erster Stelle zu nennen.Unter Dummkoller versteht man eine Krankheit des Gehirns,die durch eine Vermehrung der Gehirnflüssigkeit entsteht.Diese Hirnhöhlenwassersucht kann mehrere Ursachen haben:Entweder stellt sie sich im Anschluß an eine Hirnhautentzündung ein,oder Geschwülste und möglicherweise auch giftige Stoffwechselprodukte sind die Ursache der Krankheit.Symptome: Durch die Druckerhöhung der Flüssigkeit im Gehirn wird allmählich die Hirntätigkeit herabgesetzt:Die Pferde machen einen schlafsüchtigen Eindruck.In der Bewegung zeigen sie einen unsicheren, schwankenden Gang,beim Fressen wird der Kauvorgang plötzlich unterbrochen,so daß Heu oder Strohbüschel noch aus dem geschlossenen Maul herausschauen.Selbst das Saufen beherrschen die erkrankten Tiere nicht mehr.Oft wird der Kopf bis über die Nüstern ins Wasser gesteckt.Alle Reflexe sind herabgesetzt oder übermäßig gesteigert.Diese Symptome treffen jedoch nicht auf den Dummkoller allein zu,sondern auf alle Erkrankungen des Gehirns.Typisch ist der langsame Verlauf der Krankheit: Die Pferde können mehrere Wochen oder auch Monate an Dummkoller leiden,wobei sich zwischendurch auch eine Besserung einstellen kann.Aus diesem Grund wurde der Dummkoller in die Reihe der Hauptmängel aufgenommen.Behandlung: Der Dummkoller ist unheilbar!Bei den ersten Anzeichen einer Gehirnstörung ist sofort ein Tierarzt zuzuziehen.
|
|
|
|
 |
|
|
|
Periodische Augenentzündung
|
|
|
|
Die Periodische Augenentzündung oder Mondblindheit ist die häufigste Erkrankung des Augapfels beim Pferd. Symptome:Die Augen tränen,sind sehr lichtempfindlich und werden möglichst geschlossen gehalten.Eine Lidbindehautzündung entwickelt sich.In der vorderen Augenkammer,direkt hinter der Hornhaut,kann sich entzündliches Sekret ansammeln.In manchen Fällen reagiert die Pupille nicht mehr auf veränderten Lichteinfall und bleibt enggestellt.Erfahrungsgemäß erkranken vor allem Tiere im Alter von drei bis sieben Jahren.Es können ein oder beide Augen betroffen sein.Der akute Krankheitsschub heilt nach etwa vierzehn Tagen ab,tritt aber meist in Abständen von drei bis zwölf Monaten wieder auf.In chronischen Fällen wird das Auge zunehmend geschädigt, was schließlich zur Erblindung führt. Ursachen:Die genaue Krankheitsursache ist noch nicht vollständig abgekärt.Diskutiert werden infektiöse Ursachen oder Allergien. Behandlung:Benachrichtigen Sie den Tierarzt.Da die Ursache der Erkrankung nicht direkt angegangen werden kann,beschränkt sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome und Verhütung weiterer Schäden.Der Tierarzt verabreicht.Augentropfen,die Pupille weitstellen und Kortisontropfen zur Einschränkung der entzündlichen Vorgänge.Dieses Medikament spritzt er auch in die Lidbindehaut,so hat es eine länger anhaltende Depotwirkung.Kombiniert damit wird eine Antibiotikumtherapie,die bakteriellen Folgeerkrankungen vorbeugt.Die Krankheitsanzeichen klingen daraufhin im allgemeinen sehr gut ab,doch die Erkrankung tritt meist zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf.
|
|
|
|
 |
|
|
|
Rotz:
|
|
|
Die Krankheit ist in vielen Teilen der Welt mittlerweile ausgemerzt,doch in Ländern,in denen die Hygienebedingungen und Bekämpfungsmaßnahmen nicht optimal sind, taucht sie immer wieder auf.Der Mensch ist empfänglich für die Infektion,sie kann tödlich verlaufen. Symptome: Man unterscheidet eine Nasen-,Lungen- und Hautform der Krankheit, wobei die Übergänge fließend sind.Die Pferde haben Nasenausfluß,husten,bekommen Lungenentzündung.In der Nasenhöhle und auf der Haut bilden sich Geschwürknoten von bis zu 2 cm Durchmesser,die auch aufbrechen.An den Hinterbeinen kann es zu Umfangsvermehrungen bis zum Sprunggelenk und zur Geschwürbildung kommen.Die Pferde magern ab und verenden häufig. Ursache: Rotz ist eine Infektion mit dem Bakterium Pseudomonas mallei.Der Erreger hält sich in Wasser bis zu vier Wochen,so daß Ansteckungen meist an der gemeinsamen Tränke stattfinden. Die Infektion ist auch durch Einatmen des Bakteriums oder durch sein Eindringen über Hautwunden möglich.Durch Hitze, Sonnenlicht und bestimmte Desinfektionsmittel wird der Erreger zuverlässig abgetötet.. Behandlung: Die Erkrankung ist in Deutschland anzeigepflichtig,das heißt,bei Auftreten oder Verdacht ist die zuständige Behörde (Veterinäramt) zu benachrichtigen. Das erkrankte Pferd muß isoliert werden, ein Therapie ist zu unterlassen.Im Umgang mit dem Pferd sollte man besonders vorsichtig sein,da die Erkrankung auf den Menschen Übertragbar ist.
|
|
|
 |
|
|
Koppen
|
|
|
|
Koppen ist eine Unart,die durch Langeweile entsteht.In manchen Fällen kann man das Pferd durch das Anlegen eines Koppriemens von der Angewohnheit abbringen. Symptome:Freistehend oder durch Aufsetzen der Schneidezähne auf einen festen Gegenstand schluckt das Pferd Luft ab:Die starke Luftfüllung kann die Magenschleimhaut reizen,zu Appetitmangel und Gewichtaverlust führen.Außerdem werden die oberen Schneidezähne stark abgewetzt. Ursachen:Aus Langeweile oder durch Nachahmen kann ein Pferd anfangen zu koppen. Behandlung:Versuchen Sie,dem Pferd die Langeweile zu nehmen.Die beste Maßnahme ist eine artgerechte Gruppenhaltung.Falls dies nicht möglich ist,kann man dem Pferd beispielsweise eine kleine Ziege als Gesellschaft geben und es so oft wie möglich nach draußen in einen Paddock oder auf die Weide bringen. Beschäftigungsmöglichkeiten in der Box,wie ein Heunetz oder ein Ball,können Ablenkung bieten.Entfernen Sie die Balken oder Krippen,an denen das Pferd zum Koppen aufestzt.Bei manchen Pferden schaffen sogenannte Kopperriemen,die im Bereich das Kehlgangs fest um den Hls geschnallt werden,Abhilfe.Auch gibt es eine Reihe von Operationsmethoden zur Beseitigung des Koppens.
|
|
|
|
 |
|
|
|
Kehlkopfpfeifen
|
|
|
|
Symptome: Beim Einatmen ist ein eigenartiges pfeifendes bis röhrendes Geräusch zu hören.Die meisten Patienten zeigen das Geräusch nur bei großer Anstrengung,etwa im starken Galopp,andere haben sogar in der Ruhe Atemgeräusche.Die Leistungsfähigkeit des Pferdes ist eingeschränkt, denn die Atmung wird im Verlauf der Erkrankung immer mehr Beeinträchtigt.Die Krankheit tritt fast nur bei großen Pferden und Pferderassen auf, bei Ponies fast nie.Am häufigsten sind Sportpferde in einem Alter von drei bis sieben Jahren betroffen. Ursachen: Die eigentliche Ursache des Kehlkopfpfeifens ist die Lähmung des Nervs,der die Kehlkopfmuskulatur versorgt.Durch die erschlaffte Muskulatur wird der Kehlkopfknorpel nicht in seiner Position gehalten,fällt in die Öffnung der Luftröhre vor und behindert den Luftstrom.Die Veranlagung dazu ist wohl erblich.Man hat die Beobachtungen gemacht,daß die Größe des Pferdes und die Halskrümmung eine Rolle in edr Krankheitsentstehnung spielen.Auch Infektionen der Atmungsorgane mit verschiedenen Erregern können die Nervenlähmung bewirken.Zerrungen oder Quetschungen im Halsbereich können den Nerv ebenfalls schädigen.Solche Verletzungen können auch bei bestimmten Anstrengungen wie langem Schwimmen vorkommen.Behandlung: Der Erfolg der Behandlung hängt von der exakten Diagnosestellung ab.Diese kann nur erfolgen,nachdem der Tierarzt das Pferd eingehend untersucht hat.Dazu gehört auch die Untersuchung der Stimmbänder mit einem Laryngoskop. Das ist ein schlauchförmiges,beleuchtetes Spiegelinstrument,das über die Nüstern eingeführt wird und die Betrachtung des Kehlkopfes (Larynx) und der Stimmbänder ermölicht.Die besten Behandlungsresultate werden durch eine Operation erziehlt. Der vorgefallene Kehlkopfknorpel wird in seine ursprüngliche Lage gebracht und befestigt.Diese Technik hat eine Erfolgsquote von 80 bis 90 Prozent,die Atemgeräusche in allen Gangarten auf das Normalmaß zu reduzieren.
|
|
|
|
 |
|
|
|
Dämpfigkeit
|
|
|
|
Als dämpfig bezeichnet man ein Pferd mit einer chronischen Lungenerkrankung,in deren Verlauf es zu Zerreißungen der Lungenbläschen gekommen ist.Besonders bei Anstrengungen tritt Atemnot auf,so daß das kranke Pferd unbrauchbar zum Reiten wird. Symptome:Die Krankheit tritt meist bei Pferde auf,die älter als fünf Jahre sind.Sie entwickelt sich langsam nach einer Hustenerkrankung oder einer Bronchitis,die nicht gründlich ausgeheilt wurde.Das auffälligste Symptom ist die lange und angestrengte Ausatmungsphase,besonders während oder nach anstregender Bewegung.Der Zustand verschlimmert sich mit der Zeit,bis das Atmen schließlich sogar in Ruhe schwerfällt.Manchmal fällt ein pfeifendes Atemgeräusch und ein kurzer,flacher Husten auf.Durch Pressen mit dem Bauch versucht das Pferd,die Ausatmung zu unterstützen,so kommt es an der seitlichen Bauchmuskulatur zur Ausbildung der sogenannten Dampfrinne. Ursachen:Von Bronchialasthma oder allergischer Bronchitis sind eher im Stall gehaltene Pferde betroffen.Die chronische Form das Asthmas wird als Dämpfigkeit bezeichnet. Behandlung:Ein dämpfiges Pferd braucht Ruhe und eine staubfreie Umgebung,optimal ist Weidegang.Das Futter wird angefeuchtet oder durch Pellets ersetzt,eventuell sollte man auch statt Stroh eine andere Einstreu verwenden.Das Lungengewebe,das bereits gerissen ist,kann nicht mehr geheilt werden.Man kann nur versuchen,weiteren Schaden zu vermeiden.Verständigen Sie den Tierarzt,der die Lunge des Pferdes mit dem Stethoskop abhört,um das Ausmaß der Schädigung festzustellen.Darüber hinaus kann er den Sauerstoffgehalt in einer Blutprobe untersuchen.
|
|
|
|
 |
|
|